Menschlichkeit & Demokratie als Kontrapunkt zu Mobbing & Konflikten

Ein Seminar für JugendarbeiterInnen im Rahmen von Erasmus+

Von 24.11.2017 – 01.12.2017 fand ein internationales Kooperationsseminar im Mühl-fun-viertel zum Umgang mit Konflikten im Jugendarbeitsbereich statt. Das durch Erasmus+ unterstützte Projekt hatte zum Ziel, sich mit dem Thema Konflikte und Vorurteile auseinanderzusetzen und innovative Lösungsmöglichkeiten für diese zu finden.

Die Trainerin Laris Guerri aus Vinci (Italien) und der Theaterpädagoge Mag. Wolfgang Rohm aus Ottensheim erarbeiteten im Vorfeld spannende Methoden, um mit diesen Problemfeldern in der täglichen Arbeit mit Jugendlichen umgehen zu können. Konkrete Werkzeuge hierzu waren Konfliktanalyse, Statuentheater und Transaktionsanalyse, die von den TeilnehmerInnen aus Portugal, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien, Litauen, Belgien, Italien und Österreich getestet wurden und nun in ihrer Arbeit aktiv genutzt werden können.

„Vor allem bei der Arbeit mit Jugendlichen ist der innovative und offene Umgang mit Konflikten ein wichtiger Aspekt. So bindet man alle Beteiligten bei der Lösungsfindung mit ein und schafft eine offene Diskussionskultur“, so Iana Gstöttenmayr, Projektmitarbeiterin der Kinderfreunde Mühlviertel.

Einen Spezialpart nahm das Thema Mobbing in der Seminarwoche ein, da Mobbing eine Folge von ungelösten Konflikten und Vorurteilen darstellt. In einer Zeit, die aufgrund unterschiedlicher Wertevorstellungen und Ansichten, z.B. zu Flüchtlingen und MigrantInnen, ein hohes Konfliktpotential mit sich bringt, ist die aktive Auseinandersetzung mit diesem Thema besonders wichtig. Auch manche politische EntscheidungsträgerInnen sind hier kritisch zu hinterfragen, wenn sie das Trennende in den Vordergrund stellen, anstatt das Verbindende zu thematisieren.

„Mit diesem Seminar haben wir uns der negativen gesellschaftlichen Entwicklung entgegengestellt und die Menschlichkeit und Demokratie in den Vordergrund gerückt. Den JugendarbeiterInnen wurde klar, dass sie mit den gelernten Methoden präventive Aktionen zum Abbau von Vorurteilen und Bewältigung von Konflikten gelernt haben, die sie in ganz Europa zur Schaffung einer friedlichen und vorurteilsfreien Gesellschaft nützen können.“, schließt Mag. Alexander Starzer, Geschäftsführer der Kinderfreunde Mühlviertel.